Der Stadtentwicklungsausschuss hat am 15. April 2026 mit großer Mehrheit einen Prüfantrag von unserem Ratsmitglied Frerk Meyer beschlossen, der die Verwaltung beauftragt, unverzüglich Gespräche mit der Samtgemeinde Jesteburg aufzunehmen. Ziel ist es, den geplanten Bau der Radfahrer- und Fußgängerbrücke zwischen „Am Radeland“ und „Itzenbüttler Weg / Am Langen Sal“ als Teil einer interkommunalen Veloroute zu definieren und die Förderfähigkeit der Maßnahme zu verbessern.
Mit dem Beschluss soll geprüft werden, ob die Verlängerung der Route über den Itzenbüttler Weg in das Gebiet der Nachbargemeinde Jesteburg die förderrelevante Streckenlänge von über zehn Kilometern erreicht. Damit könnten bessere Voraussetzungen geschaffen werden, um Fördermittel aus dem Sonderprogramm „Stadt und Land“ sowie nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (NGVFG) zu nutzen.
Besonders wichtig ist aus Sicht der Grünen die zeitliche Perspektive: Die Brücke soll idealerweise vor Beginn der Bauarbeiten an der Bendestorfer Straße fertiggestellt werden, die derzeit für 2028 vorgesehen sind. So könnte sie während der Bauphase als kurze und sichere Umleitung für Fuß- und Radverkehr dienen.
Auch eine Behelfsbrücke in Holzbauweise soll nach dem Antrag geprüft werden. Diese könnte helfen, Kosten zu senken und die Bauzeit zu verkürzen, ohne das Ziel einer leistungsfähigen und direkten Verbindung aus den Augen zu verlieren.
Der Antrag setzt zudem ein wichtiges Signal für die Verkehrsgerechtigkeit. Während für den motorisierten Individualverkehr bereits erhebliche Mittel für eine beschleunigte Bauvariante im Bereich der Bendestorfer Straße geprüft werden, müsse auch der Fuß- und Radverkehr angemessen berücksichtigt werden. Gerade für Menschen ohne Auto, für Schülerinnen und Schüler, Seniorinnen und Senioren sowie für mobilitätseingeschränkte Personen ist eine direkte und sichere Verbindung unverzichtbar.
Die Grünen sehen in dem Beschluss einen wichtigen Schritt hin zu einer konsequenten, vernetzten und klimafreundlichen Stadtentwicklung. Entscheidend ist nun, dass die Verwaltung die Gespräche mit Jesteburg zügig aufnimmt und die Förderanträge auf einer gemeinsamen, belastbaren Grundlage vorbereitet.
Kontakt:
Frerk Meyer
Fraktionsvorsitzender BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Stadt Buchholz

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