Grüne wollen kommunale Dächer für Energiewende nutzen
Die Stadt Buchholz steht wie viele Kommunen vor steigenden Energiekosten und der Herausforderung, ihre Klimaziele konkret umzusetzen. Gleichzeitig bietet der Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort große Chancen für regionale Wertschöpfung und Versorgungssicherheit.
Vor diesem Hintergrund beantragte unsere Grünen Fraktion, dass die Stadt Buchholz Mitglied bei der Bürger-Solarkraftwerke Rosengarten e.G. wird und Genossenschaftsanteile zeichnet. Darüber hinaus soll die Verwaltung gemeinsam mit der Genossenschaft geeignete kommunale Dach- und Freiflächen für Photovoltaik-Projekte identifizieren. Dadurch kann die Gemeinde ihre Stromkosten für diese Objekte reduzieren und der Bürokratieaufwand wird gesenkt, da eine öffentliche Ausschreibung in diesem Fall nicht erforderlich ist. Der Antrag wurde am 15.4. im Stadtentwicklungsausschuss mit großer Mehrheit angenommen.
„Die Energiewende ist keine abstrakte Bundesaufgabe – sie findet auf unseren Schuldächern und Sporthallen statt“, erklärt Pia Lucienne Bänecke, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtrat. „Mit einer Beteiligung an der Energiegenossenschaft stärken wir die lokale Stromerzeugung und halten Wertschöpfung in der Region.“
Eine größere kommunale Photovoltaikanlage kann jährlich bis zu 100.000 kWh Strom erzeugen – genug, um einen erheblichen Teil des Strombedarfs öffentlicher Gebäude zu decken. Dadurch können langfristig Kosten gesenkt und CO₂-Emissionen reduziert werden.
„Wer heute in erneuerbare Energie investiert, schützt morgen den städtischen Haushalt. Klimaschutz ist auch solide Finanzpolitik“, so Bänecke.

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