Grüne setzen auf Ehrenamt statt Zwang
Mit dem Wegfall zentraler Integrationsprogramme des Bundes stehen Kommunen zunehmend in der Verantwortung, gesellschaftliche Teilhabe vor Ort zu ermöglichen. Gleichzeitig fehlt vielen Geflüchteten derzeit der Zugang zu Sprachkursen oder eine Arbeitserlaubnis, was zu Perspektivlosigkeit und sozialer Isolation führen kann.
Die Grünen beantragen daher die Entwicklung eines kommunalen Konzepts, das Geflüchteten den Zugang zu freiwilligem ehrenamtlichem Engagement erleichtert. Dabei sollen bestehende Strukturen – wie die Freiwilligenagentur „fee“ – sowie Vereine, Kirchen und weitere Akteur*innen systematisch einbezogen werden.
Ein zentraler Punkt: Die Beteiligung erfolgt ausdrücklich auf freiwilliger Basis.
„Integration gelingt nicht durch Druck, sondern durch Teilhabe“, betont Pia Lucienne Bänecke. „Unser Antrag unterscheidet sich klar von früheren Forderungen der AfD. Wir setzen auf freiwilliges Engagement, nicht auf verpflichtende Tätigkeiten oder Zwangsmodelle.“
Ehrenamtliche Tätigkeit ermöglicht Sprachpraxis, schafft soziale Kontakte und vermittelt das Gefühl, gebraucht zu werden.
„Wer Verantwortung übernimmt, wird Teil der Gemeinschaft. Davon profitieren alle – die Geflüchteten ebenso wie unsere Stadtgesellschaft“, meint Pia Bänecke.
Die Verwaltung soll nun prüfen, welche rechtlichen und organisatorischen Hürden bestehen und welche unterstützenden Maßnahmen erforderlich sind.

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