In Buchholz fehlt nicht nur geförderter Wohnraum für die Inhaber*innen eines Wohnberechtigungsscheins, sondern vor allem auch bezahlbarer Wohnraum im Preissegment von 10 – 12 Euro/m2 Warmmiete, für Menschen mit durchschnittlichen Einkommen oder Renten. Das lässt sich realisieren auf stadteigenen Grundstücken, zusammen mit der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft des Landkreises Harburg, wie uns der Geschäftsführer Daniel Engelken-Rodionek auf einer Veranstaltung erläutert hat.
Unsere Fraktion hat sich bereits in der Vergangenheit für solche Projekte eingesetzt: im Bereich östlich des Finanzamtes entstehen demnächst 120 Wohneinheiten, ein Mix aus gefördertem und bezahlbarem Wohnraum. Weitere ca. 800 – 1000 Wohneinheiten werden in den nächsten 20 Jahren in Buchholz zusätzlich benötigt, vor allem kleinere Wohnungen für Senior*innen, denen ihre Einfamilienhäuser und Grundstücke zu groß werden, und junge Leute, die einen eigenen Haushalt gründen wollen und sich kein Eigentum leisten können.
Falls sich auf der brachliegenden Rütgersfläche südlich der Bahn mit dem privaten Eigentümer bezahlbarer Wohnraum realisieren lässt, wäre das unsere erste Priorität. Allerdings geht aus dem aktuellen Verkehrsgutachten hervor, daß die vorhandenen Straßen lediglich den Verkehr des ersten Bauabschnitts aufnehmen können (ca. 500 Wohneinheiten).
Eine weitere Möglichkeit, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, ist die Bebauung der stadteigenen Fläche zwischen Bremer Straße und Brumhagen. Diese Möglichkeit ziehen wir in Betracht, falls keine zufriedenstellende Einigung mit dem Investor der Rütgersfläche zustande kommt. Wir können uns eine Zustimmung zu einem Teil der geplanten Wohneinheiten vorstellen (die auf stadteigener Fläche), unter der Voraussetzung, daß es eine gute ÖPNV Anbindung gibt, der Verkehrsfluss auf der Bremer Straße verbessert wird, das Trelder Moor erhalten bleibt und bauliche Maßnahmen zur Regulierung der Bodenfeuchtigkeit getroffen werden.

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