Fazit der Ausstellung „Let’s talk about Sexism“

Foto: Marion Ellenberger

Mit der Ausstellung „Let’s talk about Sexismus“ in der Stadtbücherei Buchholz ist am 26.02.2026 eine eindrucksvolle und bewegende Veranstaltung zu Ende gegangen, die viele Menschen erreicht und zum Nachdenken angeregt hat. Die große Resonanz – mit zahlreichen Besucher:innen über die gesamte Laufzeit hinweg und rund 80 Gästen bei der Midissage – zeigt, wie aktuell und relevant das Thema weiterhin ist.

Die Ausstellung, die von den Grünen in Buchholz und dem Atelier Mopsblau realisiert wurde, hat Räume geöffnet: für Gespräche, für neue Perspektiven und für Solidarität. Sie hat gezeigt, dass Kultur und Information gemeinsam eine starke Kraft entfalten können. 

Besonders gelungen war die Verbindung aus fundierter Information und künstlerischer Auseinandersetzung. Die sachlich aufbereiteten Informationstafeln des Bündnisses „Gemeinsam gegen Sexismus“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend lieferten Hintergründe, Zahlen und gesellschaftliche Einordnungen zum Thema Sexismus. 

In Kombination mit den sehr persönlichen, vielfältigen Arbeiten Buchholzer Künstler:innen aus dem Atelier Mopsblau entstand ein Dialog zwischen Fakten und Gefühl, zwischen Analyse und individueller Perspektive. Genau in diesem Spannungsfeld wurde deutlich, dass Sexismus kein abstraktes Problem ist, sondern konkrete Lebensrealitäten betrifft.

Ein starkes Symbol der Ausstellung war der goldene Wunschbaum. Die Besucher:innen konnten hier ihre Gedanken und Hoffnungen festhalten – und der inzwischen dicht behangene Baum spricht für sich. Zwischen den zahlreichen Karten finden sich bewegende Botschaften wie:
„Ich wünsche mir eine Welt, in der alle Frauen eine Stimme haben.“
„Ich lasse nicht mehr zu, dass ein Mann mir die Welt erklärt.“
„Niemand sollte mehr aufgrund optischer und geschlechtlicher Merkmale auf seine Fähigkeiten hin beurteilt werden“

Diese Wünsche zeigen Mut, Selbstbewusstsein und den klaren Wunsch nach Veränderung. Sie machen deutlich, dass Aufklärung allein nicht genügt – es braucht Austausch, Haltung und gemeinsames Engagement.

Das Thema bleibt – doch die vielen Stimmen, die in der Stadtbücherei sichtbar und hörbar wurden, sind ein wichtiges Zeichen dafür, dass Veränderung möglich ist.

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