Kranzniederlegung am 27.1.2026 zum Gedenken an den Holocaust

Am 27.1. jährte sich wieder der Tag, an dem das KZ Auschwitz 1945 von der sowjetischen Armee übernommen und die wenigen überlebenden Häftlinge befreit wurden. Um 17 Uhr wurde zum Gedenken an die Holocaust Opfer am Mahnmal auf dem Buchholzer Marktplatz ein Kranz niedergelegt, gemeinsam von Bürgermeister Röhse und Bea Trampenau, der leiterin der antifaschistischen Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh, der Organisatorin dieser Veranstaltung. Zur Teilnahme aufgerufen hatten u. a. auch die Omas gegen Rechts und weitere Parteien und Verbände.

In ihren Reden wiesen alle Sprecher*innen darauf hin, daß die aktuelle politische Entwicklung in Deutschland Anlass zur Sorge gibt. Für die Grünen sprach Frerk Meyer und wurde deutlich: Wie schon in den Jahren vor 1933 gibt es wieder eine erstarkende Partei, die für alle Probleme einen Sündenbock sucht – heutzutage sind es die Geflüchteten, alle Menschen mit anderer Hautfarbe und aus anderen Kulturen. Sie werden kriminalisiert und in den Beschreibungen dieser Partei entmenschlicht dargestellt, es wird wieder ein weisses deutsches Volk idealisiert und das Gedenken an den Holocaust und die Verbrechen des Naziregimes kleingeredet.

„Nie wieder ist jetzt“ – um dieses Motto umzusetzen, sind nicht nur die Bürgerinnen und Bürger aufgerufen, sich klar zu positionieren gegen Hetze, Rassismus und Diskriminierung. Auch die Politischen Parteien müssen aktiv werden. Das Grundgesetz bietet die Möglichkeit, zum Schutz der Menschenrechte die Prüfung extremistischer Parteien beim Verfassungsgericht zu beantragen. Die demokratischen Parteien in Deutschland sollten diese Möglichkeit nutzen.

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