Wohnen in Buchholz: Lebendige Ortsquartiere für die Zukunft

Buchholz ist eine wachsende Stadt, deren Wachstum in der Vergangenheit sehr unkontrolliert erfolgte. Es wurden immer neue Baugebiete, immer weiter vom Stadtkern ausgewiesen. Die Potentiale einer Nachverdichtung werden jedoch nicht ausreichend genutzt.

In Buchholz wird zwar reichlich gebaut, nur leider richtet sich Wohnungsneubau ohne klare Rahmenbedingungen überwiegend an der zahlungskräftigsten Nachfrage aus. Günstiger und bezahlbarer Wohnraum bleibt knapp. Wir GRÜNE setzten uns deshalb für die Schaffung eines größeren Angebots an sozialen und bezahlbaren Wohnungen ein. Dazu wollen wir städtische Flächen für kommunale Wohnungsunternehmen zur Verfügung stellen, aber auch private Bauherr*innen und Investor*innen beispielsweise über höhere Quoten in städtebaulichen Verträgen ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden lassen.

GRÜNE Wohnungspolitik ist aber mehr als nur Wohnungsbau. Wir verstehen Wohnungspolitik als Querschnittsaufgabe, die auch nachhaltige Mobilitätsangebote, Nahversorgung, Kindergärten und Schulen sowie die Gestaltung von Grünflächen und Spielplätzen konsequent von Anfang an mitdenkt. Außerdem wollen wir als GRÜNE Bürger*innen, Anwohner*innen und Interessensgruppen durch geeignete Beteiligungs- und Informationsverfahren wie Bürgerwerkstätten stärker in die Planungen einbinden.

Attraktive Wohnquartiere leben von ihrer Vielfalt und einer guten Durchmischung, die sowohl die Art der Nutzung als auch das Alter und die soziale Zusammensetzung der Bewohner*innen betrifft. Wohnen und arbeiten, Freizeit und tägliche Erledigungen sollten in der Nachbarschaft vereint sein und sie zu einem lebendigen und vielfältigen Sozialraum machen, in dem Menschen sich gerne aufhalten und miteinander in Kontakt kommen.


 

Wer GRÜN wählt, stimmt für …

  • eine nachhaltige städtische Bodenpolitik mit der die Stadt die Entwicklung steuert

  • Innenentwicklung durch Nachverdichtung anstatt Flächenfraß

  • Eine nachhaltige und innovative Umsetzung von BUCHHOLZ 2025+ und Rütgers-Gelände zur Schaffung von sozialem und bezahlbarem Wohnraum

  • Förderung des Bauens mit nachwachsenden Rohstoffen und der energetischen Sanierung von Bestandsgebäuden

 

Städtische Bodenpolitik

Der Umgang mit Grund und Boden entscheidet über Grundlagen des Lebens in unserer Stadt. Boden ist nicht vermehrbar und die Nutzung darf nicht allein dem Markt überlassen werden.

Wir GRÜNE werden uns deshalb dafür einsetzen, dass die Vergabe städtischer Grundstücke nicht nach dem Höchstpreisprinzip stattfindet. Für uns GRÜNE sind Konzeptvergaben in Zukunft ein wichtiges Instrument der Baulandpolitik. Damit die Stadt bei Neubauten die volle Planungshoheit hat und diese sowohl ökologisch als auch sozial nachhaltig entwickeln kann, sollen Flächen vor der Bebauung durch eine städtische Gesellschaft erworben werden. Bodenwertsteigerungen infolge der Ausweisung als Bauland müssen der Allgemeinheit zugutekommen und nicht Einzelnen.

Kommunale Grundstücke für den Wohnungsbau, beispielsweise im Rahmen von Buchholz2025+ oder der Entwicklung der City-Center 2-Fläche, werden dabei auf Grundlage von Konzept-Ausschreibungen vergeben. Dabei erhält die Investor*in den Zuschlag, die/der die in der Ausschreibung definierten Ziele in seinem Konzept am besten umsetzt. Der Preis kann hierbei genauso ein Kriterium sein wie eine besonders nachhaltige Bauweise, hochwertig erstellte Grünflächen, ein hoher Anteil an sozialem und günstigem Wohnraum oder die Bereitstellung von Flächen für soziale Zwecke.

Neben notwendigem Wohnungsbau werden wir GRÜNE uns weiterhin dafür einsetzen, Freiluftschneisen und Kaltluftentstehungsgebiete freizuhalten, die für das Stadtklima und die Luftqualität dringend benötigt werden. Wir wollen, dass auch in bestehenden Quartieren die Freiraumqualität erhöht wird und öffentliche Grün-, Spiel- und Sportflächen für alle leicht erreichbar sind. In vor allem von ruhendem Verkehr dominierten Gebieten wie in der Brandenburger Straße wollen wir die Parkplätze zugunsten von mehr Grün- und Erholungsflächen neu ordnen.

Innenentwicklung anstatt Flächenfraß

Nachverdichtung auf vorhanden Bauflächen wird grundsätzlich Vorrang haben vor der Ausweisung neuer Baugebiete auf Landwirtschafts- oder Grünflächen. Nachverdichtung darf allerdings nicht zu Lasten der Anwohner stattfinden, sondern muss beispielsweise mit der Aufwertung benachbarter Grünflächen oder Spielplätzen einhergehen.

Um den zusätzlichen Wohnungsbedarf zu großen Teilen innerhalb des bereits bebauten Bereiches zu realisieren und dabei die innerörtlichen Grünflächen zu erhalten, setzen wir uns für ein umfassendes Baulücken- und Leerstandskataster ein, in dem Baulücken und Brachen sowie untergenutzte und freie Flächen erfasst werden. Die Eigentümer werden dann aktiv angesprochen.

BUCHHOLZ 2025+ und Rütgers-Gelände

Die Planungen für das Projekt „Buchholz 2025plus“, das in bis zu 4 Quartieren realisiert werden soll, sind schon weit fortgeschritten. Wir GRÜNE unterstützen dieses Projekt nur, wenn der Fläche entsprechend, unter besonderer Beachtung und Schonung von Natur- und Grünflächen in dem geforderten Maße sozialer und bezahlbarer Wohnraum entsteht. Dies ist eine der wenigen in städtischer Hand liegenden Flächen, auf die wir als Stadt direkt Einfluss nehmen können. Bei den Gebäuden wollen wir ressourcen- und umweltschonende Bauweisen, beispielsweise mit Holz- und Passivhäusern vorgeben.

Die zwingende Verknüpfung des Wohnbauprojekts mit einer Ostumgehung sehen wir nicht. Aufgrund der unmittelbaren Lage an der Buchholzer Innenstadt muss die Verkehrserschließung grundsätzlich durch nachhaltige Fortbewegungsarten wie Fuß- und Radverkehr sowie einen attraktiven ÖPNV-Anschluss geplant und umgesetzt werden.

Wir unterstützen die Eigentümer der sogenannten Rütgersfläche bei der Entwicklung als bahnhofsnahes, autoarmes Innenstadtquartier, sobald die Dekontaminierung der Brache durchgeführt sein sollte.

Buchholz baut nachhaltig & innovativ

Nachhaltige Energie- und Mobilitätskonzepte müssen konsequent mitgedacht und geplant werden. Die Entwicklung von innerstädtischen Flächen, die bereits über fußläufig erreichbare Infrastrukturangebote verfügen, haben Vorrang vor der Entwicklung von Stadtrandgebieten. Wir wollen den rechtlichen Rahmen nutzen, um das Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen und die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden zu fördern und zum Standard zu machen.

Immer mehr Menschen beschränken sich selbst in ihrem Ressourcenverbrauch. Sie wollen aber vielleicht auch mobil bleiben, um an unterschiedlichen Orten zeitweilig zu leben und zu arbeiten. Kleine Tiny-Houses bieten hier eine exzellente Möglichkeit, den Wunsch nach den eigenen vier Wänden mit Ressourcenschonung und örtlicher Flexibilität zu verbinden. Wir wollen diese neue Form des Wohnens auch bei uns anbieten und hierfür eine kleine Tiny-House Siedlung als Pilotprojekt in Buchholz oder in den Buchholzer Gemeinden ermöglichen.

URL:https://gruene-buchholz.de/themen/was-wir-fuer-buchholz-wollen/wohnen-in-buchholz/