Buchholz grün gestalten

Buchholz mit seinen Ortschaften ist eine lebendige Stadt im GRÜNEN. Sie kann mit den richtigen Entscheidungen zur Verminderung der Erderwärmung und zur Biodiversität beitragen.

Wir werden in und mit Buchholz ein deutliches Zeichen für den Klimaschutz setzen und Buchholz zur Klimaschutzkommune machen.

Wer GRÜN wählt, stimmt für

  • Buchholzer Klimaneutralität bis 2035

  • die konsequente Umsetzung des Klimaaktionsplans

  • die Berücksichtigung von Klimaschutz und Biodiversität als Querschnittsthema bei allen Planungen

  • Förderung erneuerbarer Energien und der energetischen Sanierung von Häusern

  • Errichtung eines flächendeckenden Netzes von E-Tankstellen in der Stadt

  • Nachverdichtung vorhandener Baugebiete statt Neu-Ausweisung von Grünflächen für die Bebauung

  • Berücksichtigung der Empfehlungen des Klimabeirats

 

Buchholz fit für die Zukunft machen:
Buchholz wird Klimaschutzkommune

Der Klimawandel führt auch in Buchholz zu extremen Wetterereignissen mit Hitzeperioden und Starkregen. Die bisher ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung des rasch voranschreitenden Klimawandels und der daraus resultierenden Risiken reichen nicht aus. Als Kommune müssen wir jetzt handeln, Maßnahmen zum Klimaschutz ergreifen und gleichzeitig Buchholz aktiv auf die unvermeidbaren Auswirkungen des Klimawandels vorbereiten. Mit einem kommunalen Klimaschutzprogramm, das diesen Namen auch verdient, wollen wir Buchholz zu einer echten Klimastadt machen, die einer Vorbildfunktion gerecht wird.

Im ersten Schritt muss auch Buchholz den Klimanotstand ausrufen. Damit setzt die Stadt ein wichtiges Zeichen und legt den Grundstein zusätzliche, wirksame Maßnahmen auszuarbeiten. Unser Ziel ist es, bis 2030 die Verwaltung klimaneutral zu gestalten und Buchholz bis 2035 vollständig klimaneutral zu machen.

Wir fordern einen Klima-Vorbehalt für alle politischen und administrativen Maßnahmen. Bei allen Entscheidungen im Stadtrat (inklusive des Haushalts) sind Klimaschutz und Klimaanpassung immer und prioritär mitzudenken und in den Entscheidungen maßgeblich zu berücksichtigen.

Buchholz muss sich auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten. Wir fordern eine klimaresiliente Stadtplanung, um die Folgen von Hitze, Trockenheit und Starkregen zu mindern und uns besser zu schützen. Frischluft-Schneisen und Kaltluft-Entstehungsgebiete müssen eingerichtet und gefördert werden. Wir müssen Anpassungen im Grünflächenmanagement und der Forstwirtschaft, die Begrünung und Beschattung von Gebäuden in der Innenstadt und die nachhaltige Nutzung von Regenwasser einleiten.

Ferner müssen wir - nach dem Borkenkäferbefall - massiv in die Wiederaufforstung der Buchholzer Wälder einsteigen.

Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen wir auch das Buchholzer Klimaforum deutlich stärken, in dem es ein Antragsrecht bekommt. Mit dem Klimaforum können wir ein Zukunftsbild entwerfen, wie das 1,5 Grad Ziel von Paris auf städtischer Ebene erreicht werden kann. Für eine erfolgreiche Anpassung des städtischen Lebens ist ein umfassender Konsens und gemeinsames Handeln der gesamten Stadtgesellschaft erforderlich. Daher müssen wir die Bürger*innen noch intensiver in die Arbeit des Klimarats einbinden.

Energieversorgung in Buchholz klimafreundlich gestalten

Auf dem Weg zur Klimaneutralität müssen wir die Potentiale erneuerbarer Energien stärker ausschöpfen. Die Buchholzer Dächer müssen für Solaranlagen noch besser genutzt werden. Wir wollen deshalb die Bürger*innen der Stadt durch Information und verstärkter Beratung darin unterstützen, mehr Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren. Die Stadt sollte den rechtlichen Rahmen ausschöpfen, um bei Neubauten Photovoltaik-Anlagen verpflichtend zu machen (Tübinger Modell). Alternativ sollte auf PV-Pachtmodelle zurückgegriffen werden. Ein Solarkataster schafft die notwendige Transparenz den Fortschritt zu messen und ggf. politisch nachzusteuern. Um auch ihrer eigenen Vorbildfunktion gerecht zu werden, installiert die Stadt auf allen geeigneten städtischen Gebäuden PV-Anlagen.

Buchholz grüner planen: Freiräume ökologisch nutzen

Bäume prägen nicht nur das Stadtbild von Buchholz und den Ortsteilen, sondern auch den Ortsnamen. Baumpflanzungen sind Bestandteil der Stadtplanung. Bäume verbessern das Klima und erhöhen die Lebensqualität von dicht bebauten Plätzen und Straßen.

Straßenbegleitgrün dient der ökologischen Vielfalt. Es erfreut des Menschen Auge und der Bienen Rüssel. Positives Beispiel ist der Wildblumenwuchs an der Bremer Straße. Davon wollen wir mehr anlegen und im Rahmen der Stadt und der Ortschaften auch offiziell hegen und pflegen! Natur-Regenrückhaltebecken sind viel mehr als nur technische Bauwerke. Wir wollen sie als Teiche und Lebensraum für Tiere und Pflanzen in die Umgebung und Wohngebiete einbinden. Dazu gehört auch der Rückbau der Umzäunung.

Buchholz muss die Stadt im GRÜNEN bleiben! Wir werden den Grüngürtel um ganz Buchholz bewahren und teilweise auch wieder erweitern. Eine Rodung weiterer Teile des Stadtwaldes für Bebauungszwecke wird es mit uns nicht geben! Die großen grünen Lungen im Zentrum der Stadt, Stadtwald, Rathauspark und Stadtpark, müssen wieder zu echten Juwelen für alle Buchholzer*innen werden. Gerade der Rathauspark muss zeitnah neugestaltet werden, um mehr Aufenthaltsqualität für Groß und Klein zu bieten. Bestehende Wander- und Radwege zwischen den Ortschaften werden wir verbessern, damit für alle die sportliche und entspannende Erholung in der Nähe weiterhin möglich ist.

Klimaanpassung bei allen Planungen mitdenken

Heiße, trockene Sommer und plötzliche Starkregenereignisse zeigen uns: Der Klimawandel ist längst Realität!

Bei Neubauten, deren Dächer für die Nutzung der Sonnenenergie nicht geeignet sind, muss bis zu einer Dachneigung von 15 Grad grundsätzlich eine Dachbegrünung vorgesehen werden. Bei Neubauten wird auf derartige Vorgaben geachtet. Dieses schließt Carports und Schuppen mit ein.

Die Begrünung von Fassaden werden wir zur Stärkung des Klima- und Hitzeschutzes fördern. Die Fassaden kommunaler Gebäude sind grundsätzlich zu begrünen, sofern dem keine architektonischen Gründe oder Gründe des Denkmalschutzes entgegenstehen.

Zur Verbesserung des Stadt- und Ortsklimas und der Aufenthaltsqualität werden wir an allen geeigneten Stellen im öffentlichen Raum großkronige Bäume pflanzen. Auf Parkplätzen und Einstellflächen muss grundsätzlich ein großkroniger Baum pro 10 Stellplätze vorgesehen werden.

Das auf Dächern und versiegelten Flächen anfallende Oberflächenwasser wird – soweit möglich – ortsnah versickern und nicht in den nächsten Bach, Fluss oder gar die Kanalisation abgeleitet werden.

Buchholzer Artenreichtum erhalten: Lebensraum und Biodiversität

Zum Schutz der Biodiversität muss bei allen Planungen und Bauvorhaben auch der Erhalt von wichtigen Freiflächen, wichtigen Habitaten und wertvollen Biotopen berücksichtigt werden. Wir werden deshalb eine nachhaltige Strategie zum Erhalt der grünen Infrastruktur schaffen, die neben den Bedürfnissen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung auch Arten-, Biotop- und Naturschutz berücksichtigt. Die Anzahl der Straßenbäume wird erhöht werden. Das Verhältnis von Grün- zu Siedlungsfläche und das Grünvolumen sollen mindestens erhalten bleiben eher aber noch erweitert bzw. erhöht werden. Wo immer möglich wird in Siedlungsbereichen Fläche entsiegelt. Die Berücksichtigung des Integrierten Freiflächensystems wird feste Planungsgrundlage.

Wer GRÜN wählt, stimmt für …

  • eine Prüfung und Erhöhung der Entsiegelung in öffentlichen Bereichen, z.B. auf Schulhöfen, Plätzen und Straßenrändern

  • die Schaffung von Anreizen für Privatpersonen zur Flächenentsiegelung

  • die Einhaltung bestehender bauordnungsrechtlicher Vorschriften

  • eine Verwaltung, die gegen die sich ausbreitenden Schottergärten in der Stadt vorgeht

  • eine Festsetzung im Bebauungsplan, die wirksam die Anlage von Schottergärten in Neubaugebieten verhindert

  • die Gestaltung von öffentlichen Grünflächen, die möglichst naturnah gestaltet werden, soweit das mit ihrer eigentlichen Zweckbestimmung vereinbar ist

  • den Verzicht von Pestiziden und künstlichen Düngestoffen auf öffentlichen Grünflächen

  • die Förderung einer naturnahen Umgestaltung privater Gärten

 

Buchholz nachhaltig und fair: Buchholz zur Bio-Stadt entwickeln

Wir werden Buchholz zu einer Bio-Stadt entwickeln. Der Anteil an Bio- und regionalen Produkten soll mittelfristig bei der Mittagsverpflegung in kommunalen Kitas, Schulen, dem Rathaus und Seniorenheimen mindestens auf 50 Prozent gesteigert werden. Hierfür werden wir die Beschaffungsrichtlinien der Stadt weiterentwickeln. Zudem werden wir uns dafür einsetzen, dass der Anteil an Bio-Produkten auf dem Wochen- und Weihnachtsmarkt, sowie bei saisonalen Veranstaltungen mind. 20% beträgt. Auf dem Weg zu einer Stadt mit besonderer Lebensqualität soll Buchholz auch dem internationalen Cittaslow Netzwerk beitreten.

Buchholz wird zur ZERO-Waste-Kommune

Unser Ziel: Buchholz wird bis 2040 Müll frei!
Ein wichtiger Beitrag zum Erhalt einer gesunden Lebenswelt ist die Reduktion von Müll durch eine deutliche Steigerung der Recyclingquote der Haushalts- und Gewerbeabfälle. Auf öffentlichen Veranstaltungen muss der Plastikmüll deutlich reduziert und die Entsorgung verbessert werden. Auf Wochen- und Weihnachtsmärkten wird Einweggeschirr grundsätzlich vermieden. Dabei muss die Stadt Vorreiter sein und Einweggeschirr bei eigenen Veranstaltungen verbannen. Wir fördern die flächendeckende Einführung von Mehrwegverpackungen in der Buchholzer Gastronomie.

Second-Hand-Kaufhäuser, Repaircafés und Tauschbörsen werden wir stärken, um die langfristige Nutzung von Kleidern, Möbeln, elektrischen Geräten und Spielzeug zu ermöglichen.

Buchholz böllerfrei: Lichtshow statt Feuerwerk

Wir setzen uns für ein feuerwerkfreies Buchholz samt der Ortschaften ein. Neujahrsfeuerwerke führen zu einer erheblichen Belastung mit CO2 und Feinstaub und verursachen immer wieder schwere Verletzungen. Der Lärm wirkt für viele Menschen und Tiere verängstigend.

Öffentliche Laser- und Lichtshows sollen individuelle Feuerwerke zum Jahreswechsel ablösen, so dass die Buchholzer auch zukünftig gemeinsam feiern und gemeinsam ins neue Jahr starten können.


 

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